Antifa in Russland ist weiterhin aktiv und ruft zu einer Aktion gegen Nazipropaganda auf
67 Jahre nach dem Angriff der deutschen Armee auf Polen sind Nazigruppen auch in den Länder der ehemaligen Sowjetunion wiedererstarkt und zeigen öffentlich Präsenz. An vielen Häuserwänden und Mauern sind Zeichen zu finden, die einen eindeutigen nationalsozialistischen Hintergrund haben.
Die russische Antifa ruft deshalb alle Menschen, die in den GUS-Ländern
leben, zu Zivilcourage und Widerstand auf. Ihre Idee ist es, dass
möglichst viele Leute im Zeitraum vom 1. September bis zum 9. November
2006 mindestens ein Nazisymbol mit einem „Freundschaft- oder
Friedenszeichen“ übermalen. Gleichzeitig wurde ein Wettbewerb
ausgeschrieben. Die neugestalteten Friedenszeichen sollen fotografiert
und dann der Antifa zugeschickt werden. Nähere Informationen gibt es
hierfür unter www.stopnazism.antifa-fa.ru. Auf dieser Homepage gibt es
auch eine Unterschriftenliste, auf der sich jeder, der mit
antifaschistischen Gruppen sympathisiert, eintragen kann. Die Aktion
dient der Öffentlichkeitswahrnehmung. Nationalsozialistische Zeichen
und Sprüche sollen nicht weiter geduldet und ungesehen bleiben. Nicht
nur die kleine Gruppe von Leuten, die sich täglich mit diesem Thema
beschäftigt, sondern auch andere sollen auf die Zeichen und ihre
Bedeutung aufmerksam gemacht werden.
Nähere Informationen zu der Aktion ist auf der englischsprachigen Homepage zu finden: www.stopnazism.anti-fa.ru
Quelle: Internationales Büro der Youth Human Rights Movement: 82. Newsletter vom 3.9.2006
Autor: Jakob Stürmann
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