Home arrow Themen arrow Anti-Rassismus arrow Nazis übermalen  
Nazis übermalen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jakob Stürmann   
Mittwoch, 14. März 2007

Antifa in Russland ist weiterhin aktiv und ruft zu einer Aktion gegen Nazipropaganda auf

67 Jahre nach dem Angriff der deutschen Armee auf Polen sind Nazigruppen auch in den Länder der ehemaligen Sowjetunion wiedererstarkt und zeigen öffentlich Präsenz. An vielen Häuserwänden und Mauern sind Zeichen zu finden, die einen eindeutigen nationalsozialistischen Hintergrund haben.


Die russische Antifa ruft deshalb alle Menschen, die in den GUS-Ländern leben, zu Zivilcourage und Widerstand auf. Ihre Idee ist es, dass möglichst viele Leute im Zeitraum vom 1. September bis zum 9. November 2006 mindestens ein Nazisymbol mit einem „Freundschaft- oder Friedenszeichen“ übermalen. Gleichzeitig wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Die neugestalteten Friedenszeichen sollen fotografiert und dann der Antifa zugeschickt werden. Nähere Informationen gibt es hierfür unter www.stopnazism.antifa-fa.ru. Auf dieser Homepage gibt es auch eine Unterschriftenliste, auf der sich jeder, der mit antifaschistischen Gruppen sympathisiert, eintragen kann. Die Aktion dient der Öffentlichkeitswahrnehmung. Nationalsozialistische Zeichen und Sprüche sollen nicht weiter geduldet und ungesehen bleiben. Nicht nur die kleine Gruppe von Leuten, die sich täglich mit diesem Thema beschäftigt, sondern auch andere sollen auf die Zeichen und ihre Bedeutung aufmerksam gemacht werden.

 Nähere Informationen zu der Aktion ist auf der englischsprachigen Homepage zu finden: www.stopnazism.anti-fa.ru

Quelle: Internationales Büro der Youth Human Rights Movement: 82. Newsletter vom 3.9.2006
Autor: Jakob Stürmann
Artikel zitieren

Artikel kommentieren
RSS Kommentare

Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Bitte melde Dich an oder registriere Dich.

Powered by AkoComment Tweaked Special Edition v.1.4.6
AkoComment © Copyright 2004 by Arthur Konze - www.mamboportal.com
All right reserved

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 28. September 2007 )
 
< Zurück





Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren
Aktuelles
Diskussion:Ausländische Studierende in Russland – Bericht einer russischen Menschenrechtsaktivistin

Diskussionveranstaltung von YHRM Berlin am 30.10.2008 um 19.30h im tristeza, Berlin. 

 

Rassistische Übergriffe auf ausländische Studierende sind in Russland keine Seltenheit. Erst im März 2008 starb ein 20-jähriger Student aus Ghana an den Messerstichen von drei unbekannten Tätern in St. Petersburg. Laut dem Forschungsinstitut SoVa wurden allein seit Beginn diesen Jahres 65 Menschen aus rassistischer Motivation ermordet und 318 Personen verletzt. Die Zahl der von rassistischen Übergriffen betroffenen ausländischen Studierenden hat sich mit dem Anstieg der

rassistisch motivierten Gewalttaten in den letzten Jahren erhöht, was vor allem für Studierende aus Asien, Afrika und der arabischen Welt eine wachsende Unsicherheit an ihrem Studienort bedeutet. Die Menschenrechtsorganisation Youth Human Rights Movement arbeitet schon seit einigen Jahren an der Unterstützung ausländischer Studierender, unter anderem durch den Aufbau einer Notruf-Hotline. 

 

Weiter …
 
Projekt "Volonteers of Human Rights"
«Volunteers of Human Rights» ist ein von verschiedenen Menschenrechts- und Bürgerorganisationen und –netzwerken initiiertes Projekt, die seit vielen Jahren in Ost- und Westeuropa, sowie in den GUS-Staaten existieren.

Das internationale Netzwerk – Youth Human Rights Movement www.yhrm.org übernimmt mit seinen Partnerorganisationen die Koordinatorenfunktion innerhalb des Projekts.

Weiter …
 
Aufruf zur Unterstützung von YHRM Russland

Liebe Freund/-innen und Kolleg/-innen!

Anfang August 2007 erfuhren wir, dass das internationale Youth Human Rights Movement (YHRM) durch einen Gerichtsbeschluss in Nishnij Nowgorod, Russland, auf Forderung der Föderalen Registrierungsdienstes für „inaktiv“ erklärt und ihm sein Status’ einer juristischen Person aberkannt wurde.

Weiter …
 
Ähnliche Artikel