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St. Petersburger Antifaschist erstochen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Lisa Groß   
Mittwoch, 14. März 2007
Am 13.11.2005 wurde der 20-jährige Antifaschist und Musiker Timur Katscharawa in St. Petersburg von einem Faschisten erstochen. Kurz nach der Teilnahme an der Aktion „Food Not Bombs“, einer Solidaritätsaktion für Obdachlose, wurden er und sein Freund Maxim Zgibai von einer Gruppe von 10-12 Neonazis angegriffen. Beim Übergriff riefen die Neonazis die Parole „Anti-Antifa“.

Timur starb dabei an fünf Messerstichen im Hals. Maxim Zgibai wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Der Überfall fand sonntags an einem bei Touristen sehr beliebten Platz der Innenstadt von St. Petersburg statt. Trotz dieser Tatsachen kam es noch zu keiner Festnahme.

Timur studierte an der staatlichen Universität von St. Petersburg Philosophie. Er war Aktivist in mehreren anarchistischen, pazifistischen und antifaschistischen Initiativen. Im Jahr 2003 war er Mitbegründer der Hardcore-Band „Sandinista!“, 2005 fand er zur Punkband „Distress“, mit der er kurze Zeit vor seinem Tod noch auf Tour in Schweden war.Der Mord an Timur ist ein trauriges Beispiel dafür, dass Menschen in Russland, die sich für die Rechte von Minderheiten einsetzen, ständiger Gefahr von Übergriffen von Neonazis ausgesetzt sind. So wurden alleine im April 2006 über 30 solcher rassistischen und rechten Übergriffe bekannt. Aus diesem Grund bildete sich im Frühjahr 2006 in Berlin eine Antifa-Soligruppe, die die russische Antifa bei ihrem Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit unterstützen möchte.

Weitere Informationen:
Die Website der Freundinnen und Freunde von Timur: http://www.stop-it.narod.ru/ger/index.htm  und die Seite der deutschen Soligruppe: http://home.pages.at/mueller77/index.html


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Aktuelles
Diskussion:Ausländische Studierende in Russland – Bericht einer russischen Menschenrechtsaktivistin

Diskussionveranstaltung von YHRM Berlin am 30.10.2008 um 19.30h im tristeza, Berlin. 

 

Rassistische Übergriffe auf ausländische Studierende sind in Russland keine Seltenheit. Erst im März 2008 starb ein 20-jähriger Student aus Ghana an den Messerstichen von drei unbekannten Tätern in St. Petersburg. Laut dem Forschungsinstitut SoVa wurden allein seit Beginn diesen Jahres 65 Menschen aus rassistischer Motivation ermordet und 318 Personen verletzt. Die Zahl der von rassistischen Übergriffen betroffenen ausländischen Studierenden hat sich mit dem Anstieg der

rassistisch motivierten Gewalttaten in den letzten Jahren erhöht, was vor allem für Studierende aus Asien, Afrika und der arabischen Welt eine wachsende Unsicherheit an ihrem Studienort bedeutet. Die Menschenrechtsorganisation Youth Human Rights Movement arbeitet schon seit einigen Jahren an der Unterstützung ausländischer Studierender, unter anderem durch den Aufbau einer Notruf-Hotline. 

 

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Projekt "Volonteers of Human Rights"
«Volunteers of Human Rights» ist ein von verschiedenen Menschenrechts- und Bürgerorganisationen und –netzwerken initiiertes Projekt, die seit vielen Jahren in Ost- und Westeuropa, sowie in den GUS-Staaten existieren.

Das internationale Netzwerk – Youth Human Rights Movement www.yhrm.org übernimmt mit seinen Partnerorganisationen die Koordinatorenfunktion innerhalb des Projekts.

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Aufruf zur Unterstützung von YHRM Russland

Liebe Freund/-innen und Kolleg/-innen!

Anfang August 2007 erfuhren wir, dass das internationale Youth Human Rights Movement (YHRM) durch einen Gerichtsbeschluss in Nishnij Nowgorod, Russland, auf Forderung der Föderalen Registrierungsdienstes für „inaktiv“ erklärt und ihm sein Status’ einer juristischen Person aberkannt wurde.

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