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Moskauer bei rassistischem Angriff getötet PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von ernestine wagner   
Montag, 22. Oktober 2007
Ein 46-Jähriger wurde im Südwesten der russischen Hauptstadt brutal zusammengeschlagen und erstochen. Die Polizei konnte einen jungen Mann verhaften, der in seinen Kleidern die vermutliche Tatwaffe - ein Messer - versteckte. Derweil werden 30 weitere Jugendliche in Verbindung mit dem Vorfall verhört, von dem angenommen wird, dass er rassistisch motiviert war.  

Moskau, 21. Oktober 2007

Ein Baseballschläger und ein Messer waren die Tatwaffen des brutalen Mordes an Sergej Nikolaev, der noch am Tatort im Südwesten Moskaus verstarb. Der 46 Jahre alte Mann stammt ursprünglich aus Sibirien.
 Die Polizei vermutet, dass sich bis zu neun Jugendliche an dem Angriff auf Sergej Nikolaev beteiligt haben. Mutmaßlicher Grund des Überfalls: Nikolaev hatte eurasische Gesichtszüge. Die Tatverdächtigen trugen nach Augenzeugenberichten schwarze Mäntel, neben den beiden Tatwaffen typische Erkennungszeichen rassistischer Jugendbanden in Russland.  „Das Opfer verblutete noch am Tatort. Die jungen Leute, zwischen 14 und 16 Jahren alt, verschwanden, sobald die Polizei dort eintraf. Die Ermittlung gegen Unbekannt wurde sofort eingeleitet“, gab Marina Molokova, Sprecherin der Moskauer Polizei, bekannt.  Konstantin Chernobaev, ein Augezeuge, sagte: „Ich denke, die Täter waren Skinheads. Nach dem Angriff teilten sie sich in zwei Gruppen auf: die einen rannten davon, die anderen gingen in ein Haus, in dem viele Skinheads wohnen und in dem viele Zeichen und Symbole, die von Nationalisten verwendet werden, an die Wände geschmiert sind.“ 
Das andere Opfer des Angriffs, Nikolaevs tadschikischer Bekannter Galijan Gulyashov, wurde ebenfalls zusammengeschlagen, konnte aber überleben und befindet sich derzeit auf der Intensivstation eines Moskauer Krankenhauses. Sein Zustand sei kritisch, aber stabil, so die Informationen von dort.
 Hinsichtlich des Tatbestandes wird von einem Verbrechen ausgegangen und die Polizei schließt im Moment die Suche nach Fingerabdrücken am Tatort ab.  
Bisherige Angriffe
 Wenn sich der Verdacht der rassistisch motivierten Tat bestätigen sollte, würde sich der Angriff nur zu gut in die steigende Zahl der Verbrechen, die aus Hass oder aufgrund von Vorurteilen begangen wurden, einreihen.  Schon im Juni dieses Jahres war es zu Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern der nationalistischen Bewegung und Moskauern asiatischer und kaukasischer Herkunft gekommen. Im vergangenen Jahr wurde ein 20-jähriger Moskauer für schuldig befunden, fremdenfeindliche Überzeugungen zu vertreten, nachdem er in eine Moskauer Synagoge eingebrochen war und zehn Betende angegriffen hatte. Er wurde zu 16 Jahren Haft verurteilt. 

Quelle: russiatoday.ru (en)

 


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Kommentare (1)
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1. 22-10-2007 14:04
weitere Informationen über diesen Fall auch unter:  
 
http://www.aktuell.ru/russland/news/moskauer_jugendliche_morden_mit_baseball-schlaeger_19462.html
Geschrieben von: ernestine wagner (Registriert)

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Diskussion:Ausländische Studierende in Russland – Bericht einer russischen Menschenrechtsaktivistin

Diskussionveranstaltung von YHRM Berlin am 30.10.2008 um 19.30h im tristeza, Berlin. 

 

Rassistische Übergriffe auf ausländische Studierende sind in Russland keine Seltenheit. Erst im März 2008 starb ein 20-jähriger Student aus Ghana an den Messerstichen von drei unbekannten Tätern in St. Petersburg. Laut dem Forschungsinstitut SoVa wurden allein seit Beginn diesen Jahres 65 Menschen aus rassistischer Motivation ermordet und 318 Personen verletzt. Die Zahl der von rassistischen Übergriffen betroffenen ausländischen Studierenden hat sich mit dem Anstieg der

rassistisch motivierten Gewalttaten in den letzten Jahren erhöht, was vor allem für Studierende aus Asien, Afrika und der arabischen Welt eine wachsende Unsicherheit an ihrem Studienort bedeutet. Die Menschenrechtsorganisation Youth Human Rights Movement arbeitet schon seit einigen Jahren an der Unterstützung ausländischer Studierender, unter anderem durch den Aufbau einer Notruf-Hotline. 

 

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Projekt "Volonteers of Human Rights"
«Volunteers of Human Rights» ist ein von verschiedenen Menschenrechts- und Bürgerorganisationen und –netzwerken initiiertes Projekt, die seit vielen Jahren in Ost- und Westeuropa, sowie in den GUS-Staaten existieren.

Das internationale Netzwerk – Youth Human Rights Movement www.yhrm.org übernimmt mit seinen Partnerorganisationen die Koordinatorenfunktion innerhalb des Projekts.

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Aufruf zur Unterstützung von YHRM Russland

Liebe Freund/-innen und Kolleg/-innen!

Anfang August 2007 erfuhren wir, dass das internationale Youth Human Rights Movement (YHRM) durch einen Gerichtsbeschluss in Nishnij Nowgorod, Russland, auf Forderung der Föderalen Registrierungsdienstes für „inaktiv“ erklärt und ihm sein Status’ einer juristischen Person aberkannt wurde.

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