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In Russland hat heute die russische Woche gegen Homophobie begonnen.
Es sind 15 Jahre vergangen, seitdem die strafrechtliche Verfolgung von männlicher Homosexualität in Russland endlich aufgehoben wurde. Seit erst einem Jahrzehnt erachtet der Großteil der russischen Medizinwelt die gleichgeschlechtliche Anziehung nicht mehr als krankhaft. Doch noch immer ist die russische Gesellschaft in ihrer Gesamtheit – aufgrund vorherrschender Vorurteile und Fehlinformationen - Träger starker negativer Assoziationen und intoleranter Einstellungen gegenüber Frauen und Männer homosexueller Orientierung. Das führt zu weit verbreiteten Verletzungen der Menschenrechte von Homo- und Bisexuellen sowie von Personen der Transgenderszene, als auch zu Hassdelikten – physischer Gewalt, begründet durch die sexuelle Orientierung oder die geschlechtliche Identität. Eine geringe Bildung im Bereich Sexualität ist Grund für eine Situation, in der Angst, Hass und faschistische Ideen von Organisationen und öffentlichen Personen leicht verbreitet werden können. Deshalb ist Homophobie nicht nur für Homo- und Bisexuelle sowie Personen der Transgenderszene gefährlich, sondern für die gesamte Gesellschaft, der die Tendenz zur Unterdrückung jeglicher Individualität noch immer anerzogen wird. Die russische Woche gegen Homophobie ist ein Versuch, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für das Problem der Homophobie in Russland und die Gefahr für die Gesellschaft als Gesamtheit in einem bestimmten Zeitrahmen zu erregen. Es ist eine Möglichkeit, homophobe Rhetorik zu beantworten, in dem ein Raum geschaffen wird, frei von Diskriminierung und Hass gegenüber Menschen. Die russische Woche gegen Homophobie findet vom 25. bis zum 31. März 2008 statt. Die Idee dazu entstand als Reaktion auf die Aufklärungsveranstaltungen, die in Russland im Rahmen der Europäischen Woche gegen Homophobie im März 2007 durchgeführt wurden. In diesem Jahr wird die Woche in vielen russischen Großstädten wie Moskau, St. Petersburg, Woronesch, Krasnodar, Omsk, Petrosadovsk, Rostow am Don, Samara, Tumen, Tscheljabinsk u.a. verwirklicht. Organisiert werden Seminare, Podiumsdiskussion, Treffen, Filmvorführungen mit anschließenden Diskussionen und andere Veranstaltungen, die darauf zielen, homophobe Tendenzen in Russland zu schwächen und zu bekämpfen. Außerdem wird die Unterschriftensammlung „Manifest gegen Homophobie“, die im vergangenen Jahr begann, fortgeführt. Wie kann man sich beteiligen? Ihr könnt die russische Woche gegen Homophobie unterstützen, indem ihr das „Manifest gegen Homophobie“ unterschreibt und damit bezeugt, dass man im Ausland die Situation in Russland im Auge hat. Darüber hinaus könnt ihr auch andere Organisationen auf unsere Aktivitäten aufmerksam machen.
Partner
Dieses Jahr beteiligen sich folgende Partner an der russischen Woche gegen Homophobie:§ Russisches LGBT-Netzwerk (Wohltätigkeitsfond „Regenbogen“, Projekt „Antidogma“, religiöse Gemeinschaft „Nuntiare et Recreare“, QGuys.RU, „LesbiPARTY“, Menschenrechtszentrum für Homosexuelle „Krilya“, Informationsagentur LINA) – www.LGBTNET.ru§ Jugendnetzwerk gegen Rassismus und Intoleranz (YNRI) – www.ynri.hrworld.ru§ Bewegung für zivile Aktionen „GROZA“ – www.resist.ru§ „LaSky – Trusting Each Other“: russisches Netzwerk zur Aufklärung über HIV/AIDS in den Massenmedien – www.lasky.ru§ LGBT-Organisation „Raduzhnuj Dom“ (Tumen)§ LGBT-Organisation „Krug-Karelia“ (Petrosadovsk)§ LGBT-Vereinigung „Favourit“ (Omsk) – www.favorit.gay.ru
Wenn ihr Fragen oder Vorschläge habt, nehmt bitte mit dem Koordinationsteam Kontakt auf – unter
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