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Nicht dem Hass die Straßen überlassen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von ernestine wagner   
Mittwoch, 9. Juli 2008
Die Strassen, Haeuser und Mauern der zentralrussischen Stadt Voronezh sind mit sogenannten "Hasssymbolen" uebersaet - von Neonazis und faschistoiden Organisationen verbreitete Graffities sowie eingekratzte und mit Farbe angebrachte Sprueche und Zeichen, die der Verbreitung ihrer menschenverachtenden und intoleranten Ideen dienen und eine Atmosphaere der Angst und Unsicherheit besonders fuer Angehoerige ethnischer, religioeser und sozialer Minderheiten schaffen sollen. Zwar setzt der erst im Maerz dieses Jahres gewaehlte neue Buergermeister sein Versprechen, die Stadt in neuem Glanz erscheinen zu lassen, tatsaechlich um: besonders im Stadtzentrum wird im Moment viel gemalert. Die Zahl der "Hasssymbole" jedoch nimmt nicht ab - im Gegenteil. In einem "Schreiben an den Buergermeister" fordert eine Gruppe aus jungen Voronezhern und Aktivisten des Jugendnetzwerkes gegen Rassismus und Intoleranz deshalb nun die Stadtverwaltung auf, sich des Problems anzunehmen.

Am dritten Juli begann in Voronezh die Aktion «Paket an den Bürgermeister», an der sich die Voronezher Jugendgruppe für Rechtsschutz und das Jugendnetzwerk gegen Rassismus und Intoleranz beteiligen. Das Ziel der Aktion ist, die Wände, Mauern, Zäune und Straßen der Stadt von sogenannten «Hasssymbolen» - das sind verschiedene Zeichen und Sprüche, die von Neonazis und Neofaschisten als Erkennungszeichen genutzt werden, darüberhinaus aber besonders der Propagandierung von Gewalt gegenüber Vertretern unterschiedlicher Nationalitäten, Glaubensrichtungen und sozialer Gruppen dienen sollen — zu säubern.

Die Anzahl neuer «Graffiti» des beschriebenen Inhalts hat ab Mai dieses Jahres auf den Straßen Voronezhs bedenklich zugenommen. Die meisten dieser Schmierereien finden sich im Stadtzentrum, sodass der Großteil der Stadtbevölkerung tagtäglich mit ihnen in Berührung kommt — doch schon seit Monaten hat sich nichts getan, um sie zu überstreichen. Diese Situation gilt es unbedingt zu ändern.

Im Rahmen der nun begonnenen Aktion planen die Initiatoren mehr als einhundert dieser städtischen Schandflecke — faschistische Symbole, beleidigende und nationalistische Sprüche — zu fotografieren. Gemeinsam mit diesen Fotografien wird daraufhin ein Schreiben an die Stadtverwaltung Voronezhs versandt, in dem auf die Notwendigkeit des regelmäßigen Überstreichens der «Hasssymbole» hingewiesen wird. Außerdem wird den Kommunalbehörden eine Broschüre mit einer detailierteren Beschreibung dieser Symbole und Schriftzüge übergeben.

Einer der Initiatoren der Aktion äußerte sich dazu folgendermaßen: «Um die Anzahl der 'Hasssymbole' auf Voronezhs Straßen zu vermindern, sind wir bereit, den Behörden der Stadt zu helfen, ihnen die Fotografien und eine Liste mit den Adressen, wo sie zu finden sind, zu übergeben. Wir möchten zudem alle Voronezher einladen, sich an der Aktion zu beteiligen und ihre Stadt dadurch zu einem von faschistischer Schmiererei und Propaganda freiem Ort zu machen. Wenn ihr in den Straßen der Stadt auf die beschriebenen Symbole gestoßen seid, fotografiert sie und schickt sie, zusammen mit der Adresse des Ortes, an dem ihr sie gefunden habt, an die folgende Adresse: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst . Eure Fotografien werden dann dem Schreiben beigelegt.»


Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst
tel./fax: +7 (4732) 54-55-30
mobil: +7 (919) 245-64-87



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Diskussion:Ausländische Studierende in Russland – Bericht einer russischen Menschenrechtsaktivistin

Diskussionveranstaltung von YHRM Berlin am 30.10.2008 um 19.30h im tristeza, Berlin. 

 

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Projekt "Volonteers of Human Rights"
«Volunteers of Human Rights» ist ein von verschiedenen Menschenrechts- und Bürgerorganisationen und –netzwerken initiiertes Projekt, die seit vielen Jahren in Ost- und Westeuropa, sowie in den GUS-Staaten existieren.

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