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Veranstaltung: Europas ambivalente Rolle in Bezug auf den Menschenrechtsschutz in Russland PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Lisa Groß   
Samstag, 17. Januar 2009
am 21.01.09, 20h, im tristeza, Berlin. Europa spielt eine ambivalente Rolle in Bezug auf den Schutz der Menschenrechte in Russland. Einerseits gibt es viele Möglichkeiten für russische Menschenrechts-NGOs von europäischen Institutionen finanzielle Unterstützung zu erlangen oder am Menschenrechts-Dialog zwischen Russland und Europa teil zu nehmen. Andererseits wird die Situation der Menschenrechte in Russland gerne ignoriert, wenn es um die harten Interessen der EU in Bezug auf Russland, wie zum Beispiel der Energieversorgung, geht. Das zeigte zuletzt die im Dezember in Russland abgehaltene  dritte NGO-Konferenz des Europarates, auf der toleriert wurde, dass die russischen Behörden die Teilnahmerechte und Redefreiheit der teilnehmenden NGOs beschnitten. 
Aber auch die Abhängigkeit von westlichen Geldgebern schafft in der Arbeit der russischen NGOs praktische Probleme, die eine selbstbestimmte Organisation und Ausrichtung der Menschenrechtsarbeit erschweren.

Wir möchten mit euch an dem Abend diskutieren, welche Rolle Europa in der konkreten Arbeit unserer Partnerorganisation Youth Human Rights Movement einnehmen kann. Welche Bedeutung hat für russische NGOs der Beraterstatus, den manche als Menschenrechtsexperten im Europarat und bei den Menschenrechts-Konsultationen zwischen EU und Russland haben? Wie wirkt sich dies auf die Situation der Menschenrechte in Russland aus? Welche Rolle kann der Europäische Gerichtshof spielen? Wie ist das Verhältnis zur EU als Geldgeber und welche konkreten Probleme entstehen für die NGOs in Russland durch ihre finanzielle Abhängigkeit?

Referent_innen sind Anna Zherdeva aus Moskau und Konstantin Baranov aus Rostow am Don. Beide sind bei YHRM-Russland tätig und haben Erfahrungen mit der Zusammenarbeit mit europäischen Institutionen, vor allem EU und auch Europarat, bei dem YHRM NGO-Teilnahmestatus hat.

Die Veranstaltung findet statt:
am Mittwoch, den 21.1. um 20 Uhr
im Café tristeza, Pannierstr. 5
(U Hermannplatz, Bus M29) (http://tristeza.org/)

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Wir freuen uns über dein Kommen!

Youth Human Rights Movement Berlin (www.yhrm-berlin.org)
Youth Human Rights Movement Berlin ist der deutsche Zweig des
internationalen Netzwerks „Youth Human Rights Movement“ (YHRM), das seit
1998 über 600 Jugendorganisationen und 1000 junge Menschen aus dem
gesamten post-sowjetischen Raum vereint. Das Ziel von YHRM ist die
Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten in Russland und der GUS. YHRM
setzt sich deshalb für Demokratie, Menschenrechte, Antimilitarismus,
Antirassismus, Antifaschismus, Akzeptanz von Homosexuellen und
Umweltschutz ein, organisiert Kampagnen, veranstaltet Seminare, macht
Lobbyarbeit und fördert vor allem den gegenseitigen
Informationsaustausch zwischen seinen Mitgliedern. Unser Ziel als Youth
Human Rights Movement Berlin ist es, die Arbeit von YHRM in Russland zu
unterstützen und in der westeuropäischen Öffentlichkeit bekannt zu
machen. Mehr Informationen findest du auf unserer Website:
www.yhrm-berlin.org
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 1. September 2011 )
 
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