| Mahnwache beim Sommerball 2009: Die politischen Morde in Russland müssen aufhören! |
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| Geschrieben von Lisa Groß | ||||
| Dienstag, 1. September 2009 | ||||
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Wir rufen euch dazu auf, an der Mahnwache von Amnesty international, am Freitag, 04.September 2009, ab 18.30 Uhr, vor der Botschaft der Russischen Föderation, Unter den Linden 63 - 65, in Berlin teil zu nehmen. Am 4. September 2009 findet in der Botschaft der Russischen Föderation der jährliche Sommerball statt. Seit vielen Jahren ist dieses Fest ein Ausdruck gelingenden Miteinanders Russlands und Deutschlands. Solche Beziehungen gibt es nicht nur auf der offiziellen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Ebene, sondern auch zwischen Personen und Organisationen, die sich hier wie dort für die Einhaltung von Bürger- und Menschenrechten engagieren. Die deutsche Sektion von Amnesty International hat seit den neunziger Jahren enge und vertrauensvolle Kontakte zu MenschenrechtlerInnen in Russland. Wir sehen dies vor dem Hintergrund der Geschichte unserer Länder als einen Beitrag zur friedlichen und humanen Entwicklung der Beziehungen. In den letzten Jahren haben wir uns in wachsendem Maße Sorgen um unsere russischen FreundInnen und KollegInnen machen müssen. Ihre Spielräume für eine unabhängige Menschenrechtsarbeit sind immer weiter eingeschränkt worden. Morddrohungen wurden öffentlich. Bestürzt und entsetzt mussten wir schließlich eine bisher nicht abreißende Serie politischer Morde zur Kenntnis nehmen: Die Journalistinnen Anna Politkowskaja und Anastasija Baburowa, der Rechtsanwalt Stanislaw Markelow, die Menschenrechtlerinnen Natalja Estemirowa und zuletzt Sarema Sadulajewa und ihr Ehemann. Diese Liste ist nicht vollständig. Wir sind wütend darüber, dass wir so wenig für den Schutz der Ermordeten tun konnten. Und dass die, die sie hätten schützen können, dies nicht getan haben. Wir meinen, dass es angesichts der ungeklärten Morde kein „business as usual" geben kann - und sei es auf dem Tanzboden. Wir hoffen, dass die Besucher des Sommerballes in der russischen Botschaft eine Gelegenheit suchen, ihrer Besorgnis über die weitere Arbeit von MenschenrechtlerInnen Ausdruck zu geben. Die politischen Morde müssen aufhören. Die für die Morde Verantwortlichen müssen zur Verantwortung gezogen werden! Dazu wollen wir mit dieser Mahnwache einen Beitrag leisten. Ermuntert auch von engagierten jungen in Berlin lebenden Menschen aus Russland rufen wir alle zur Teilnahme auf. Nur wenn wir zahlreich sind, kann dieser Anstoß eine Wirkung haben. Während der Mahnwache werden Benno Fürmann (Schauspieler) und Peter Franck (Russlandexperte Amnesty International) anwesend sein und für Gespräche zur Verfügung stehen. Für weitere Informationen steht Ihnen das Regionalbüro Ost gerne zur Verfügung: Tel.: 030- 841 09 052, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst Artikel zitieren
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